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Paleologische Informationen

Fossilien sind nach dem lateinischen Wort Fossa = Grube, also beim Graben von Gruben gefundene Sachen. Sie sind Belege für das Vorhandensein von Tieren und Pflanzen, die auf der Erde in vergangenen Zeiten lebten, und deren Reste auf natürliche Art so konserviert wurden , daß sie sich bis heute erhalten haben. Jeder Organismus unterliegt nach dem Absterben einer mechanischen Zerstörung durch Aasfresser. In erster Linie bleiben deshalb die harten Teile der Tierkörper erhalten, wie Knochen, Schalen, Gehäuse und Panzer. Der Schätzung nach kommt auf 20000 bis 30000 Individuen nur eine einzige Fosillisation.

* Das Jura Meer vor 150 Mill. Jahren
* Belemniten
* Brachiopoten
* Ichthyosaurier
* Plesiosaurier
* Meereskrokodile
* Fische/Haie
* Liopleurodon
* Ammoniten


Das Jura Meer vor 150 Mill. Jahren
Könnten wir in der Zeit zurück gehen in das Deutschland vor 150 Mill. Jahren, so würden wir auf das ausgedehnte Schelfmeer des Oberen Juras (Malm Gamma) stoßen, das sich zwischen den Skandinavischen Festland im Norden und dem tiefen Mittelmeer (Tethis) im Süden erstreckt. Es herrscht tropisches Klima, das Meer ist zwischen 80 und 200 Meter tief und es gibt nur wenige flache Inseln in ihm. Am Grund dieser See wachsen massige Schwamm-Algen-Riffe. Vor allem Kieselschwämme besiedeln den Meeresboden massenweise auf ausgedehnten Arealen. Durch Algenkrusten verhärtet, bilden abgestorbene Schwammgenerationen rasch den Besiedlungsgrund für neuen Schwammbewuchs, so daß sich die so entstehenden Riffe als flache Kuppeln über den Meeresboden erheben. Dieses Meer bietet Lebensraum für eine reichhaltige Tierwelt .


Belemniten
Belemniten gehören zur Unterklasse der Coleoideen. Es sind Tintenfische, bei denen ein Teil des äußeren Gehäuses durch Gewebe ersetzt und die Schale in den Weichkörper verlagert wurde. Bei den Belemniten endet der im allgemeinen gerade verlaufende Hartteil im Rostrum. Dies ist dann der Teil, der uns als Versteinerung erhalten bleibt. Vermutlich waren Belemniten in Schwärmen auftretende Tiere, ähnlich den heute lebenden Kalamares. Neben kleinen Formen von 10 – 15 cm Rostrum Länge sind uns Exemplare mit einem Rostrum von 1,5 Meter Länge bekannt. Gerade die Form dieser Versteinerungen war in früherer Zeit der Anlaß zu den kuriosesten Deutungen. So sind Belemniten in der Bevölkerung u.a. als „Albschoß“, „Hexenpfeile“, “Teufelsfinger“ oder „Donnerkeile“ bekannt.


Brachiopoden
Brachiopoden sind marine Organismen mit zweiklappigem Gehäuse. Sie befestigen sich mittels eines fleischigen Stiels am Meeresgrund. Die Klappe durch die der Stiel geht heißt „Stielklappe“. Die Gegenklappe nennt man „Armklappe“. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit antiken Öllampen werden sie im Volksmund auch „Lampenmuscheln“ genannt. Die Blütezeit der Brachiopoden lag im Paläozoikum. Rezent sind etwa 70 Gattungen bekannt, fossil dagegen 1700.


Ichthyosaurier
Im Mesozoikum, als die Dinosaurier das Land beherrschten, lebten auch im Meer riesige Reptilien, die Meerechsen. Eine Art waren die den Delphinen ähnlichen Ichthyosaurier. Die Lebensweise dieser Reptilien glich der der heutigen Meeressäuger wie der der Delphine und anderer kleiner Wale oder der der Robben. Ichtihyosaurier ernährten sich von Belemniten, Fischen und Ammoniten. Sie waren Lungenatmer und mußten deshalb in bestimmten Zeitabständen auftauchen. Am Ende der Kreidezeit, vor 65 Mill. Jahren, starben die Ichtyosaurier, ebenso wie die Dinosaurier aus.


Plesiosaurus
Plesiosaurus ist die bekannteste Gattung der mesozoischen Meeresreptilien, von denen bis heute 90 Arten beschrieben sind. Ihre Gliedmaßen sahen aus wie ruderförmige Paddel. Der extrem lange Hals war schlangenförmig beweglich. Das war für die Tiere sehr wichtig , da sie keine raschen Schwimmer waren und der schlangenförmige Hals beim Fangen der Fische, ihrer Hauptnahrung, eine sehr große Hilfe darstellte.


Meereskrokodile
Metriorhynchus (Meereskrokodil) hatte sich dem Leben im Meer perfekt angepaßt. Er besaß keinen Knochenplattenpanzer, wie er für die meisten Krokodile typisch ist. Das Tier war deshalb verhältnismäßig leicht, was für das Schwimmen von großer Bedeutung war. Seine Extremitäten waren in paddelartige Gebilde umgewandelt. Der mächtige Schwanz endete in einer Schwanzflosse. Seine Hauptnahrung bildeten Fische.


Fische/Haie
Fische waren die ersten Wirbeltiere. Sie atmen mit Kiemen und besitzen Flossen zum schwimmen Die ersten Fische traten vor etwa 500 Mill. Jahren auf. Im Jurameer schwammen hauptsächlich Haie und Knochenfische (z.B. Lepidotes). Letztere erreichten Längen von zwei Metern. Ihre Körper waren mit dicken Schuppen besetzt, die knopfartigen Zähne dienten wahrscheinlich dem Knacken von Muscheln. Die Haie jener Zeit waren etwa so groß wie ihre heutigen Verwandten. Sie dienten den wirklich großen Jägern des Jurameeres als Beute. Ihre einzigen Überbleibsel bis in unsere heutige Zeit sind ihre Zähne.


Liopleurodon
Liopleurodon war der Top Jäger des Jurameeres. Er war 25 Meter lang und besaß vier gewaltige Paddelflossen. Die Länge seines Kopfes betrug 1/5 seiner Körperlänge. Vier Meter davon waren gespickt mit Rasiermesser scharfen Zähnen.


Ammoniten
Die Ammoniten zählen zu den erfolgreichsten Tiergruppen der Erdgeschichte. Sie waren vom unteren Devon, 350 Mill. Jahre lang, bis in die jüngere Kreidezeit vor 65 Mill. Jahren, in den Weltmeeren vertreten. Nahezu jeder kennt ihre fossilen Gehäuse, die ihren Namen von den Widderhörnern des altägyptischen Gottes Ammon haben. Dieses Spiralgehäuse war gekammert und als Schwimmkörper mit Luft gefüllt. Nur der halbe bis ganz letzte Umgang diente als Wohnkammer und beherbergte den Weichkörper

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